Laufzeit 2024-2026

#KulturDigitalVermittlung #digiKV

Graphic Recording (c) Marie Gutmann
Graphic Recording (c) Marie Gutmann

Nach drei erfolgreichen Jahrgängen ist nun auch die vierte und letzte Runde des Programms "kultur.digital.vermittlung" mit der Laufzeit 2024–26 mit Erfolg abgeschlossen worden. Hier finden Sie die von den drei unterstützten Institutionen formulierten Ergebnisse zu ihren Strategieprozessen und Projekten.

Bayerische Staatsoper

Digitalstrategie 

Die Digitalstrategie der Bayerischen Staatsoper verbindet künstlerische Exzellenz mit zeitgemäßer Kommunikation und digitaler Vermittlung. Im Zentrum steht Staatsoper.tv als zentraler Kommunikationskanal des Hauses. Ziel ist es, neue Zielgruppen anzusprechen, bestehendes Publikum langfristig zu binden und den Zugang zu Oper, Ballett und Konzert zu erleichtern. Die digitalen Formate stärken Reichweite, Markenprofil und Krisenresilienz und eröffnen neue Perspektiven der Publikumsansprache.

Projekt | Staatsoper.tv

Staatsoper.tv ist die digitale Plattform der Bayerischen Staatsoper und eröffnet einen neuen Zugang zur Welt des Musiktheaters. Mit Livestreams, Video-on-Demand-Angeboten, Alben, Podcasts und eigenen Formaten erweitert die Plattform das Erlebnis über den Vorstellungsbesuch hinaus. Gleichzeitig schafft sie exklusive Einblicke hinter die Kulissen der Bayerischen Staatsoper, des Bayerischen Staatsballetts und des Bayerischen Staatsorchesters und erreicht ein internationales Publikum.

Museum fünf Kontinente

Digitalstrategie

Der digitale Raum ist für uns ein Begegnungsort. Unsere digitale Strategie überträgt die Grundwerte des Hauses – Offenheit, Diversität, Inklusion, Interkulturalität und Wissenschaftlichkeit – konsequent in digitale Formate. Wir schaffen barrierearme, dialogorientierte und diskriminierungssensible Angebote, die vielfältige Perspektiven sichtbar machen und Teilhabe ermöglichen. Digitale Weltoffenheit bedeutet für uns: Vielstimmigkeit fördern, Zugänge demokratisieren und Menschen global vernetzen.

Projekt | Digitaler Guide "Kolonialismus & Widerstand"

Mit unserem digitalen Guide Kolonialismus & Widerstand laden wir Sie ein, das Museum Fünf Kontinente auf neue Weise zu erleben. Er bietet vielfältige Perspektiven auf koloniale Geschichte und Formen des antikolonialen Widerstands. Kuratierte Touren, die Sie über Ihr Smartphone aufrufen können, führen Sie durch die Museumsräume. Provenienzrecherchen aus dem Museumsarchiv zu insgesamt 15 Werken begegnen multimedialen Kunstinterventionen und Stimmen aus Afrika, Europa, Amerika, Asien und Ozeanien.

 

 

Foto 1 (Sticken): © Museum Fünf Kontinente, Foto: Ricarda Berendson
Foto 2 (Mockup): © Studiokwi

Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim)

Digitalstrategie

Die Digitalstrategie des tim knüpft an das binäre Prinzip des Jacquard-Webstuhls, der den Grundstein für die moderne Computertechnik legte. Als „Laboratorium der Moderne“ bietet das tim digitale Bildungsangebote, fördert Partizipation, Inklusion und Demokratiebildung und baut digitale Inhalte, Infrastruktur und Prozesse kontinuierlich aus. Ziel ist es, Wissen niederschwellig zugänglich zu machen, gesellschaftlichen Dialog zu stärken und die Sichtbarkeit textiler Themen mit all ihren Vernetzungen zu erhöhen.

Projekt | Let’s go green! – Mediaguide für eine textile Zukunft

Die interaktive Web-App auf dem eigenen Smartphone begleitet Besucherinnen und Besucher durch die Dauerausstellung des tim und macht textile Nachhaltigkeit im Alltag erlebbar. In den Themenbereichen Rohstoffe, Produktion, Arbeit und Modekonsum zeigt der Guide positive Beispiele für eine nachhaltige textile Zukunft.

Zu ausgewählten Exponaten bietet der Mediaguide Audio, Bilder, Texte und Fragen, die dazu anregen, das eigene Konsumverhalten zu reflektieren und nachhaltige Alternativen zu entdecken.

www.timbayern.de

Statement der Jury zur Auswahl

„Es war spannend, als Jury am Programm „kultur.digital.vermittlung“ mitzuwirken. Die Projektideen im Bereich der digitalen Kulturvermittlung reichen vom Mediaguide im Ausstellungskontext bis zur Streamingplattform mit Bezahlschranke, die in den Anträgen fokussierten Kernthemen von Fragen der Nachhaltigkeit, über die Aufarbeitung kolonialer Kontexte bis zur Erarbeitung eines digitalen Geschäftsmodells.

Ebenso heterogen wie die Projektskizzen lasen sich die Eckpunkte der Digitalstrategien. In einigen Anträgen steckt die Verankerung der Projekte in einer ganzheitlich geplanten Strategie noch in den Anfängen, während andere Häuser in diesem Punkt schon beachtliche Vorarbeit geleistet haben. Hier wird ein intensiver Austausch der ausgewählten Kulturinstitutionen in den kommenden zwei Jahren mit Sicherheit weitere Ideen und Konzepte hervorbringen, von denen in der Folge auch andere Institutionen profitieren werden. Die Entwicklung einer digitalen bzw. einer digital-analogen Gesamtstrategie ist ein dynamischer Prozess, in den nun drei weitere Häuser einsteigen. Wir wünschen allen gutes Gelingen!“

Zum Verfahren

Antragsberechtigt im Rahmen des Programms waren die staatlichen Kulturinstitutionen. Ein unabhängiges Gremium von Fachexpertinnen und -experten erhielt die eingereichten Anträge in digitaler Form zur Begutachtung und Auswahl der zu unterstützenden Vorhaben. Die geplante Laufzeit war jeweils zwei Jahre. Zum Abschluss gab es eine Präsentation der erarbeiteten Strategien und Projekte.

Die Koordinierungsstelle für Digitalisierung in Kunst und Kultur des StMWK begleitete die ausgewählten Kulturinstitutionen während der Programmlaufzeit. Sie organisierte Netzwerk- und Arbeitstreffen für die ausgewählten Institutionen, um sich inhaltlich vertieft und spartenübergreifend auszutauschen und so Synergien zu schaffen.

Jury

Die Jury war mit vier Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedenen Kultursparten besetzt, die sich alle durch eine hohe Affinität zum Thema Digitalisierung auszeichnen:

  • Steffen Jost, Programmdirektor Alfred Landecker Stiftung
  • Prof. Dr. Lorenz Pöllmann, HMKW Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft
  • Sina Schmidt, Theatermacherin und Projektkoordinatorin "Smarte Theaterdienste" für den Deutschen Bühnenverein im Bundesprojekt Datenraum Kultur
  • Sonja Thiel, Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Nachfragen zum Programm bitte an:

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