Kompetenzcluster Digitalisierung im Kulturbereich
Wir freuen uns Ihnen das Kompetenzcluster Digitalisierung im Kulturbereich - Fokus Museum, angesiedelt an der neugegründeten Staatlichen Museumsagentur Bayern, vorstellen zu können.
Die vier Digitalkuratorinnen und Digitalkuratoren Nina Maria Reichel, Matthias Göggerle, Marcel Klein und Nina Schuster wirken unter der Leitung der Koordinierungsstelle für Digitalisierung in Kunst & Kultur des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst im Kompetenzcluster für Digitalisierung im Kulturbereich konkret am Change-Prozess und der Digitalisierungsoffensive der staatlichen Museen mit und gestalten dadurch in engem Austausch mit den verschiedenen Häusern aktiv die digitale Transformation der bayerischen Museumslandschaft.
Im Fokus des insgesamt spartenübergreifend arbeitenden Kompetenzclusters steht die staatliche Museumslandschaft, da hier ob der Vielzahl der Dienststellen, der Heterogenität der einzelnen Museen und der 2025 startenden, umfassenden Museumsoffensive ein vergleichsweise hoher Handlungsbedarf und Zeitdruck besteht.
Thematische Schwerpunkte im Kompetenzcluster:
| Strategieentwicklung Change Management Digitale Prozesse Arbeitskultur | NINA MARIA REICHEL |
| Digitale Infrastruktur Datenbanken Datenarchitektur Plattformen | MATTHIAS GÖGGERLE |
| Neue Technologien (XR, VR, AR & KI) Innovative Formen digitaler Kulturvermittlung Hybride Ausstellungsformate | MARCEL KLEIN |
| Audience Development Digitale Kommunikation Social Media Content-Creation, -Management | NINA SCHUSTER |
Aktuelle Projekte im Kompetenzcluster
In engem Austausch mit den verschiedenen Museen nehmen erste Projekte rund um Datenbanken, Bilddatenbanken, Zählung und Wertung digitaler Besuche, Augmented Reality Anwendungen oder KI-Projekte, digitale Barrierefreiheit, digitale Teilhabe und nicht zuletzt die Entwicklung einer Digitalstrategie für die staatlichen Museen in Bayern aktuell Fahrt auf.
Digitale Rahmenstrategie
Leitung: Nina Maria Reichel
Die Staatlichen Museen und Sammlungen in Bayern geben sich eine digitale Rahmenstrategie. Die Strategie soll die Vision der digitalen Zukunft der Häuser formulieren und die Basis für ein gemeinsames zielorientiertes Handeln sein. Die acht Themenfelder sind so gefasst, dass sie ein Fundament für die Digitalstrategien der Museen bilden und nicht zu ihnen in Konkurrenz treten. Der Strategieprozess ist transparent gestaltet und bindet Vertreterinnen und Vertreter der Museen und Sammlungen ein. Innerhalb von zwei Jahren werden strategische Ziele und Maßnahmen iterativ entwickelt.
Datenbanken
Leitung: Matthias Göggerle
Datenbanksystemen kommt eine Schlüsselrolle in der digitalen Verwaltung und Organisation musealer Sammlungen zu. Bei den 18 Staatlichen Museen und Sammlungen in Bayern kommen aktuell verschiedene Systeme mit unterschiedlichen technischen Voraussetzungen zum Einsatz. Im Rahmen der Digitalisierungsoffensive des StMWK wird eine Vereinheitlichung dieser Einzellösungen hin zu zentral geplanten und verwalteten Systemen angestrebt, um effizienzsteigernde Synergien sowohl in technisch-administrativer Hinsicht als auch inhaltlich zu erzielen.
Kunstareal Digital Erleben
Leitung: Marcel Klein
Das Projekt "Kunstareal Digital Erleben" (AT) strebt an eine digitale, interaktive Ausstellungsfläche im Kunstareal München zu etablieren. Kern ist die Entwicklung einer browserbasierten Web-App um Extended-Reality-Technologie niedrigschwellig auf einer öffentlichen Fläche zur Verfügung zu stellen. Dadurch sollen bestehende Digitalisate der beteiligten Museen und Sammlungen interaktiv erlebbar gemacht werden. Das Ziel ist die proaktive, zeitgemäße Besucheransprache, die Schaffung innovativer Zugänge zu kulturellen Inhalten und deren Vermittlungsinhalte spielerisch erlebbar zu machen. Ein erstes Ausspielen ist für Sommer 2026 geplant.
Der digitale Besuch
Leitung: Nina Schuster
Die digitale Reichweite unserer Museen wächst stetig – doch wie gut kennen wir das Online-Publikum wirklich? Wie können wir digitale Besuche sichtbar machen und diese effizient steigern? Die digitalen Angebote und Plattformen der Museen sind längst kein „Add-on“ mehr, sondern zentral um das (digitale) Publikum zu verstehen. Sie müssen durch die Erfassung von Zahlen sichtbar, messbar und vergleichbar gemacht werden, um ihre Wirkung zu prüfen und zu optimieren. Um diese Fragen zu beantworten, wird im Rahmen des Kompetenzclusters ein Projekt zur technischen Erfassung digitaler Besuche durchgeführt.