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links
Spix fand dieses Exemplar des Rothandbrüllaffens am Rio Tocantins nahe Pará
(heute Belem) und gab ihm den Namen Mycetes discolor. Der Erstbeschreiber
war Alexander von Humboldt im Jahre 1812, seine Benennung als Alouatta caraya
ist heute wieder die maßgebliche. Die verschiedenfarbigen Schilder bezeichnen
die verschiedenen Umbenennungen. Die Palme Astrocaryum murmuru Martius wur-
de von Martius als erstem beschrieben (Historia naturalis palmarum, Band 2,
Tafel 58). Zeichnung von Barbara Ruppel.
darunter
Der großbärtige Brüllaffe wurde von Spix in den Trockenwäldern (Caatingas)
zwischen Minas Geraes und Bahia gefunden und wahrscheinlich von Salvador
de Bahia nach München geschickt. Ob Spix die sentimentalische Darstellung von
Mutter und Kind nach der natürlichen Lebensweise bestimmt hat, darf bezweifelt
werden. Zeichnung von Rudolf Gerer.
daneben
Den lärmenden Nachtaffen (Nyctipithecus vociferans) brachte Spix vom
äußersten Punkt seiner Amazonas-Reise mit, aus den Wäldern an der Grenz-
station Tabatinga zu Spanisch-Amerika. Diesen Reiseabschnitt bestritt er allein. Der
heutige Artenname Aotus vociferans wurde erst 2013 festgelegt. Die Zeichnung
gibt sehr genau den heutigen Zustand des Präparats wieder: die Nähte, das abge-
schabte Fell, die Metallkrampen. Zeichnung von Anja Bolata.
aviso 4 | 2017
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