Ausstellung im Alten Ministergang

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst fördert Künstlerinnen und Künstler. Der Alte Ministergang wurde für wechselnde Ausstellungen zur Galerie umgestaltet.

AKTUELLE AUSSTELLUNG | Bisherige Ausstellungen

Torsten Mühlbach, BBK Landesverband Bayern

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Die siebte Kunstausstellung im Alten Ministergang des Ministeriums zeigte Werke des Künstlers Torsten Mühlbach vom Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) – Landesverband Bayern e.V.
Von Tackerbildern aus Mülltüten über Installationen bis zur Malerei – Thorsten Mühlbach vermittelt seine Botschaften in einer großen künstlerischen Bandbreite. Die Arbeiten Mühlbachs atmen die Maxime Kunst darf alles, Kunst muss alles. Seine Werke sind häufig künstlerische Kommentare zu aktuellen Themen aus Medien und Politik und durch Referenzen zur Comic-, Pop-, Science-Fiction-, Trash-Kultur und Kunstgeschichte gekennzeichnet. Gerade wegen dieser palaktiven Darstellung wirkt Mühlbach in seiner Kunst ehrlich und nahbar.

KLASSE PIA FRIES, Akademie der Bildenden Künste München

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Informationen zu den Künstlerinnen und Künstlern

Diana Galli

Diana Galli ist gelernte Bühnenmalerin und -plastikerin. Sie war bis 2016 in diesem Beruf am Staatstheater Nürnberg tätig. Im Jahr 2018 nahm Diana Galli ihr Studium an der AdBK München bei Pia Fries auf. Daneben ist sie als Kuratorin und Kunstorganisatorin bei der galaxieoffgalerie tätig.

Für Diana Galli sind divers kombinierte Materialien, deren Beschaffenheit und Funktionalität in Bezug auf den Körper und den umgebenden Raum ein wichtiger Bestandteil ihrer künstlerischen Arbeit. So schafft Galli raumgreifende Malereiinstallationen. Durch unterschiedliche Techniken der Verarbeitung wie Nähen, Formen und Malen entsteht eine Bildsprache, die den malerischen Aspekt spielerisch ins Räumliche überträgt. Ihr Arbeitsprozess ist geprägt von einem Zusammenspiel aus theoretischer Reflexion und intuitiver Entscheidung. Inspiration findet die junge Künstlerin in den Bereichen Science Fiction, in der Mikrobiologie sowie dem Alltäglichen.

Sofia Gold

Sofia Gold absolvierte zunächst im Jahr 2008 ein Praktikum als Storyboarderin und Trickfilmzeichnerin in Brasilien, bevor sie im Jahr 2010 an der Ludwig-Maximilians-Universität München ihr Studium aufnahm. 2014 erwarb sie im Studiengang Kunst und Multimedia ihren Bachelor of Arts. Sie war in den Jahren 2014 und 2015 an der Regie und Konzeption zweier Kurzfilme beteiligt und nahm im Jahr 2017 ihr Studium mit dem Schwerpunkt Malerei und Grafik an der AdBK in München auf.

Sofia Gold lässt sich bei ihren Kunstwerken von Stimmungen leiten, diese versucht sie einzufangen und durch den Filter der Kunst wieder an ihre Umwelt zu spiegeln. Komposition und Farbe dienen dabei als Verstärker. Wichtig ist der Künstlerin, dass die Betrachtenden die eingefangenen Stimmungen unvoreingenommen wahrnehmen und auf Basis ihrer individuellen Seherfahrung interpretieren.

Oliver Haussmann

Oliver Haussmann erwarb im Jahr 2012 an der Hochschule Augsburg den Bachelor of Arts im Studiengang Kommunikationsdesign. Seit 2018 studiert er an der AdBK München.

Für Oliver Haussmanns künstlerische Recherche ist das Sujet der digitalen Transformation unserer Gesellschaft zentral. In seinen Malereien verhandelt der junge Künstler die Symbiose und Komposition von digitaler und analoger Ästhetik. Dies spiegelt sich auch in seiner Arbeitstechnik wider: Digital erzeugte Strukturen werden über einen mobilen Drucker direkt auf die Leinwand transferiert. Der Drucker ersetzt den Pinsel. So entsteht bei Haussmann eine Landschaftsmalerei, die sich nicht eine klassische natürliche Umgebung zum Vorbild nimmt, sondern spielerisch der Umgebung und Logik von Computergames folgt. Durch Figuren aus Strategie-Simulations-Spielen werden narrative Fragmente eingewebt, die ihre Handlungen erst bei näherer Betrachtung preisgegeben.

Lukas Hoffman

Lukas Hoffmann nahm im Jahr 2013 sein Studium an der AdBK München auf.

Hoffmann entwickelt seine Arbeiten mit dem ganzen Körper. Er versucht einer eigendynamischen Entwicklung Raum zu geben, die aus sich heraus ein schlüssiges Ergebnis produziert. Die Produktion seiner Werke ist dabei weniger von Spontanität und mehr von Sorgfalt und einer aufmerksamen Befragung der im Entstehen begriffenen Arbeit geprägt. Hoffmann kennt das Endprodukt seiner Arbeit selten im Voraus, sondern ein Schritt führt zum nächsten Schritt. Jede fertige Arbeit wird nicht selten zu einem Baustein für eine andere Arbeit, denn die Werke des jungen Künstlers beeinflussen sich gegenseitig. So ist für Hoffman das Zusammenspiel seiner Arbeiten im Ausstellungsraum von besonderer Wichtigkeit. Seine Werke werden so präsentiert, dass sich ein erzählerischer Charakter entwickelt.

Magdalena Jobst

Magdalena Jobst studierte zugleich Architektur sowie Malerei und Grafik an der AdBK München. Im Jahr 2021 hat sie ihr Studium der Architektur mit dem Master of Arts abgeschlossen und arbeitet seitdem als Architektin. Daneben widmet sie sich weiterhin der freien Kunst. Ihre Arbeiten setzen sich mit dem Spannungsfeld zwischen der Funktionalität raumumgebender Elemente und deren künstlerischer Konzeption auseinander. Die Werke der jungen Künstlerin sind sehr vielseitig und oftmals situativ geprägt. Denn Jobst nimmt die sich im stetigen Wandel befindenden Begebenheiten ihrer Umwelt mit Sensibilität wahr. Die geistige Auseinandersetzung mit diesen Veränderungen führt zugleich zum fortwährenden Hinterfragen und zur Neuausrichtung ihrer Arbeiten.

Monja Milzner

Die gebürtige Hamburgerin studiert seit 2017 Malerei an der AdBK Nürnberg. Darüber hinaus nahm sie 2020 ein Studium der Freien Kunst mit dem Schwerpunkt Malerei und Grafik an der AdBK München auf.

Monja Milzner setzt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit Mustern, Wiederholungen und ordnenden Prinzipien auseinander. Sie erforscht grafische Systematiken und setzt diese in Kontrast zu ihrer sensiblen, malerischen Umsetzung. In mehreren Ebenen erarbeitet sie vielschichtige Bildräume, in welchen die einzelnen Elemente eine subtile Beziehung zueinander aufbauen und in Dialog treten. So geben die einzelnen Körper von Milzners Arbeit ihren Status der Allgemeingültigkeit auf, um innerhalb einer mimetischen Angleichung an die vorherrschenden Prinzipien neue Handlungs- und Wahrnehmungsperspektiven zu entwickeln. Dabei bedient sie sich an vertrauten ästhetischen Mitteln und unterzieht ebendiese einem individuellen (Re-)Organisationsprozess.

Asuka Miyahara

Die gebürtige Japanerin erwarb im Jahr 2012 einen Bachelorabschluss im Fachbereich Freie Kunst an der Tama Kunst Universität in Tokio. Seit 2016 studierte sie Freie Kunst an der AdBK in München.

Miyahara ist eine feinsinnige Beobachterin, die fasziniert ist von den kleinen Dingen wie Blättern, die im Wind zittern, oder dem Schattenwurf von Pflanzen. Die Künstlerin assoziiert ihre Malerei mit Pflanzen, denn ihre Kunstwerke wachsen wie diese langsam heran. Wenn sie Ölfarbe auf das Papier auftrage, entstünden Linien, die sich wie ein komplexes Geflecht von Blattadern hin und her bewegten und einen eigenen Raum schüffen. Bei der Entwicklung eines Bildes faltet und bricht Miyahara das Papier, wodurch dieses teilweise durchscheinend wird. Durch diese Verwandlung wirkt das Trägermedium Papier wie ein Pinselstrich.

Marlon Möltgen

Marlon Möltgen begann 2017 das Studium an der AdBK München. Daneben engagiert sich Möltgen in verschiedenen künstlerischen Projekten. Er ist u. a. Teil des Sound Art Kollektivs „Dynamisch Akustische Forschung“ (DAF), das sich aus der Projektlasse von Jan St. Werner an der AdBK Nürnberg entwickelte. In diesem Rahmen entstand z. B. die Performance „Sonic Synchronicity“, welche im Lenbachhaus München und im Haus der Weltkulturen in Berlin aufgeführt wurde. Ferner startete er 2021 das staatlich geförderte Projekt „VVAGI“, bei welchem ein alter Bauwagen umgebaut wird, um eine Begegnungsstätte für die Studierenden der AdBK München zu schaffen. Damit soll dem geringeren sozialem Austausch in Zeiten der Pandemie entgegengewirkt werden.

Möltgens Malerei ist gekennzeichnet durch eine reduzierte und provokante Figuration. So kämpfen Heldenfiguren vor surrealen Kulissen gegen mythische Figuren und futuristische Monster. Acryl, Sprühfarbe und Fettkreide schaffen eine leuchtende Welt zwischen Videospiel Ästhetik und Street-Art.

Sharon Wagner

Sharon Wagner interessierte sich bereits früh für Kunstformen verschiedenster Art. So war sie im Jahr 2014 Teil des Jungen Residenztheaters. Seit 2016 studiert sie Freie Kunst an der AdBK München. Die junge Künstlerin beschäftigt sich intensiv mit der Frage, welche Grenzen ein Bild hat und wie diese überwunden werden können. Bei ihrer künstlerischen Arbeit möchte sie über die durch Material und Rahmen begrenzte Fläche eines einzelnen Bildes hinausgehen. Diesen Anspruch verfolgt sie auch bei der Ausstellung im Alten Ministergang. Ihre dort ausgestellten Arbeiten hängen neben-, auf- und übereinander. Durch diese Präsentationsform entsteht ein Wandteppich, in diesem die einzelnen Bilder eine symbiotische Beziehung eingehen. Wagners künstlerische Arbeit geht auf diese Weise auch über die Grenzen des Ateliers hinaus, denn das Arrangement der Bilder versteht sie als Teil des künstlerischen Prozesses. Jede Ausstellungsfläche wird gleichfalls zur Leinwand für die junge Künstlerin.

Stefanie Winter

Die gebürtige Münchnerin begann ihr Studium an der AdBK München mit dem Schwerpunkt Malerei und Grafik im Jahr 2015.

Stefanie Winter begibt sich mit ihrer Kunst auf die Suche nach dem Unerwartetem, denn sie möchte das entdecken, was sie so noch nie gesehen hat. Sie versucht bewusst, hervorgerufenen Assoziationen entgegenzuarbeiten. Dieses Vorgehen erfordert Flexibilität, denn es fordert die junge Künstlerin nicht selten zu neuen Reaktionen heraus. In ihren Bildern setzt sich Winter oftmals mit Gegensätzen auseinander, beispielsweise dem Wechselspiel zwischen Enge und Weite. Dieses Interesse wirkt sich auch auf die Formensprache in ihren Arbeiten aus. Diese ist zum Teil sehr abstrakt, zum Teil mehr gegenständlich. Die dadurch entstandene Spannung zwischen Abstraktion und Figuration in Winters Bildern schafft Raum für Interpretation.

Julia Wucharz

Julia Wucharz ist in Bremen aufgewachsen, wo sie zunächst Medieninformatik studierte und in diesem Bereich beruflich tätig war. 2014 begann sie das Studium Grafik und Malerei an der AdBK München.

Die Arbeit von Julia Wucharz ist subtil und minimalistisch. Die junge Künstlerin beschränkt sich oftmals auf Grundmaterialien aus der Malerei wie Rahmen und Leinwand. Mit der Leinwand schafft sie Strukturen, die auf den ersten Eindruck eine harte Oberfläche anmuten lassen, jedoch beim näheren Betrachten die textile Struktur verdeutlichen. Sie formt ihre eigenen Dimensionen als Rahmen und baut daraus ihre Skulpturen. So schafft sie eine Brücke zwischen Skulptur, Malerei und Architektur.

PRUGGER – BATTEUX – HIKITA, Akademie der Bildenden Künste Nürnberg

Bei der fünften Kunstausstellung mit bayerischen Nachwuchsgrößen im Alten Ministergang des Wissenschafts- und Kunstministeriums in München wurden Werke von vier Studentinnen der Akademie der Bildenden Künste (AdBK) Nürnberg präsentiert: Julie Batteux, Tomoe Hikita, Irina Pilhofer und Leonora Amalia Prugger.

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Informationen zu den Künstlerinnen und Künstlern

Julie Batteux

Julie Batteux bedient sich in ihrer Bildsprache der Fotografie und Malerei. Beide stehen stetig zueinander im Dialog. Die Fotografie war bisher immer ihr Ausgangspunkt und dient ihr bei der Malerei als Vorlage. Es geht ihr im Malprozess nicht um ein genaues Abbild der Fotografie – diese steht immer für sich alleine. Es geht ihr vielmehr um die Narration und Thematik dessen, was sie malerisch aufgreifen möchte. Dabei ist es ihr wichtig, sich unabhängig von der Fotografie frei zu bewegen, lasierende Farbschichten aufeinander zu schichten, Objekte, Lebewesen, Figuren, Stofflichkeit und Oberflächen in eigener Sprache darzustellen, sich auf Details zu konzentrieren, diese detaillierter auszuarbeiten, um andere wiederum zeichnerisch und grafisch abzubilden. Den Mehrwert in der Malerei sieht sie in den Zufällen, die während des malerischen Prozesses entstehen, die blitzschnell aufeinanderfolgen, rückwirkend nicht zu wiederholen sind und ausschließlich während des Malens entstehen.

Seit Beginn ihrer künstlerischen Recherche begleitet Batteux das Sujet „Mutter und Weiblichkeit" und die damit verbundenen Klischees. So greift sie in ihren fotografischen Arbeiten mit ihrer Mutter auf Stereotypen mit sichtbarer Ambivalenz zurück, um diese zu hinterfragen. Sie versucht Privates wie Inszeniertes zu vereinen und experimentiert dabei mit den scheinbaren Gegensätzen „Nähe und Distanz“, „Intimität und Entfremdung“. Neben diesem Echten, Privaten wirkt die Inszenierung, die Distanz zum Vertrauten schafft.

Zudem ist Batteux seit Längerem von Badezimmern fasziniert, da dieses ein Raum voller Gegensätze ist. Obwohl sich das Bad innerhalb des vertrauten Heims befindet, in dem sich der Mensch unbeobachtet und nackt aufhalten kann, strahlt er durch Badekacheln Kälte aus. Es finden dort ständig Körperspiegelungen in den Armaturen, Kacheln, Spiegeln oder Wasserhähnen statt. Diese Perspektiven erschaffen surreale Körper von eigenartiger Massivität. Durch die unbeabsichtigten, ausschnitthaften Spiegelungen findet eine stetige Konfrontation mit dem eigenen Körper statt. Batteux interessieren die Selbstbilder und deren Einfluss auf das individuelle Selbstwerterleben. So versucht sie die Fragestellungen von Bodyshaming und Körperwahrnehmung zu erforschen. Es ist ihr ein Anliegen, die extremen Anforderungen an das Individuum auf allen gesellschaftlichen Ebenen, bis in die Intimität des eigenen Badezimmers hinein, sichtbar werden zu lassen und spielerisch-künstlerisch zur Diskussion über die aufgedrängten Masken und Uniformen anzuregen.

Tomoe Hikita

Die aus Japan stammende Künstlerin Tomoe Hikita stellt in der Ausstellung im Alten Ministergang drei Gemälde aus. Diese beschäftigen sich mit negativen Gefühlen, die in der Gesellschaft vorherrschen: Angst, Zweifel, Leere...

Mit diesen Gefühlen leben wir, laut Hikita, in gewissem Maße jeden Tag. Es sind diese Emotionen, die uns dazu bringen, heute und morgen ein reicheres Leben führen zu wollen. Es würde Hikita sehr freuen, wenn die Menschen, die diese Bilder sehen, inmitten dieser schmerzlichen Tage ein wenig Mitgefühl und Zuneigung empfinden würden, seien diese Gefühle auch noch so klein.

Irina Pilhofer

Irina Pilhofer verbindet in ihrer künstlerischen Arbeit persönliche Erfahrungen, Erinnerungen und Fantasien und setzt diese in Relation zu ihrer eigenen Identität. Ihre Fragestellungen entwickelt sie ausgehend von Bildideen, die sich in einem erweiterten Malereibegriff verorten lassen. Dabei ergeben sich für sie Kompositionsverfahren als experimentelles Feld, in welchen sich traditionelle und rein materialsituative Elemente verbinden lassen. Ihre Praxis folgt einem Adaptionsprozess des Bildes, welcher sich in Formen von Trash und Camp manifestiert. In der skurrilen Bildwelt ihrer Malereien verhandelt sie Alltägliches und auch Schmerzhaftes auf humoristische Weise. Naivität sowie die Empathisierung des Banalen sind dabei für Pilhofer Mittel, um der Auseinandersetzung mit grundlegenden sozialen Strukturen und Werten Raum zu geben.

Leonora Amalia Prugger

Leonora Amalia Prugger hält Malerei für einen künstlerischen Prozess, der sich im Raum ausdehnt und dessen Auftritt als ein künstlerischer formaler Akt im Raum angesehen werden kann. Mit dem Hintergrund dieser ästhetischen Tendenz der Formfindung diskutiert und untersucht sie Malerei in zwei verschiedene Richtungen. Einerseits erarbeitet sie großformatige Leinwände, deren Inhalt auf gegenständliche Bildkompositionen basieren. Figurative Szenen handeln vom Appetit auf Geselligkeit, die in dieser heutigen Zeit besonders minimiert verkostet wird. Durch die Einschränkung des sozialen Umfelds verstärkt sich das Verlangen nach Gesellschaft und die damit erhoffte seelische Glücklichkeit. Die Malereien zeigen verschiedene Gebrauchsgegenstände des Alltags. Die leuchtenden Farben, die Pastosität der Pinselstriche und die vertrauten Objekte erinnern an die Welt der Werbung und der Sozialen Medien, während die Größe der Malereien es dem Betrachter ermöglichen, sich in die Szenen hineinzuversetzen. Diese Bilder zeigen nicht nur die zu konsumierenden Objekte, sondern werden auch vom Blick des Betrachters selbst konsumiert.

Darüber hinaus verwendet Prugger auch Vorgehensweisen, die sie aus dem Kunsthandwerk entnimmt, um skulpturale Formen zu erfinden und die Konturen ihrer Bildträger zu transformieren. Die Formfindung der Holzplatten entnimmt sie der Brettspielästhetik und die Oberflächen der Paneele werden beidseitig mit abstrakt und akkurat perspektivischen Formen bemalt. Die Platten werden im Raum mit Lastgurten befestigt und bekommen Eigenschaften von skulpturalen Objekten. Die tragenden Gurte erweitern die gemalten Motive und werden zur Realität des Raumes. Die raumübergreifenden bunten Gurte greifen in die Malerei ein und dekonstruieren die Harmonie der Bildkomposition.

SCHABUS – RILL – EICHACKER, BBK Landesverband Bayern

Die vierte Kunstausstellung im Alten Ministergang des Ministeriums zeigte Werke der drei Künstlerinnen und Künstler des Berufsverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) – Landesverband Bayern e.V. Cornelia Eichacker, Renato Rill und Lena Schabus.

Lena Schabus

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Renato Rill

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Cornelia Eichacker

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