Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

Logo des EFRE Programms Bayern 2014 - 2020

EFRE im Ziel „Investition in Wachstum und Beschäftigung“ (IWB) im Förderzeitraum 2021 – 2027

Die Kohäsionspolitik ist einer der zentralen Politikbereiche der EU. Das Ziel des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) ist es, durch Investitionen in zentrale Handlungsfelder die wirtschaftlichen und sozialen Differenzen in der Europäischen Union zu verringern.

Um einen reibungslosen Start der neuen EFRE-Förderperiode zu gewährleisten, hat der Freistaat Bayern frühzeitig mit den erforderlichen Vorbereitungsarbeiten für das zukünftige EFRE-Programm Bayern 2021 – 2027 im Ziel „Investitionen in Beschäftigung und Wachstum“ (IBW) begonnen.

Stand der Vorbereitungsarbeiten (zum 16.12.2021):

Im März 2020 verabschiedete der bayerische Ministerrat Eckpunkte für das künftige EFRE-Programm 2021 – 2027 im Ziel IBW. In der Zwischenzeit wurden auf europäischer und innerdeutscher Ebene die Rahmenbedingungen finalisiert. Zudem sind die Vorbereitungen in Bayern und die informellen Programmverhandlungen mit der Europäischen Kommission so weit fortgeschritten, dass das Programm offiziell eingereicht werden kann. Dazu wurde der bayerische Ministerrat am 7. Dezember 2021 mit der Programmplanung erneut befasst. Er hat den Programminhalt sowie Programmbudgets gebilligt und den Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie beauftragt, das Programm formell bei der Europäischen Kommission einzureichen. Am 16.12.2021 hat die EFRE-Verwaltungsbehörde das Programm offiziell bei der EU-Kommission zur Genehmigung eingereicht.

Im Zuge des Genehmigungsprozesses und den weiteren Verhandlungen mit der Europäischen Kommission kann es zu Änderungen im Programm kommen.

Finanzausstattung Freistaat Bayern:

Das Gesamtbudget des Freistaates Bayerns für das künftige EFRE-Programm beträgt rund 577 Mio. Euro. Dies entspricht einer Steigerung um rund 82 Mio. Euro gegenüber dem laufenden EFRE-Programm „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ Bayern 2014 – 2020. Das Budget für Projektförderungen beträgt rund 557 Mio. Euro, der verbleibende Anteil steht gemäß EU-Vorgabe für die sog. „Technische Hilfe“ (für EU-bedingten Mehraufwand bei der Programmverwaltung insbesondere bei Personal, IT, Berichterstattung, Evaluierungen und Öffentlichkeitsarbeit) zur Verfügung. Die Federführung bei der Verwaltung dieser Mittel liegt beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Programminhalt (Ressort StMWK):

Das Staatsministerium ist in an zwei Fördermaßnahmen in der Förderperiode 2021-2027 beteiligt.

Priorität 1 „Innovation und Wettbewerbsfähigkeit“ – „Förderung des Technologietransfers von Hochschulen in KMU“:

Mit der Maßnahme wird die Innovationsleistung von KMU durch regionale Vernetzung mit regional verankerten Hochschulen gestärkt, mit einem Schwerpunkt in strukturschwächeren Räumen. Die Hälfte des Budgets wird für Projekte im Themenbereich CO2-Reduktion/Klimaschutz reserviert.

Priorität 2 „Klima- und Umweltschutz“ - Energieeffizienz in kommunalen Infrastrukturen (Maßnahmen des StMB, des StMWK und des StMWi)

Hier sind drei Maßnahmen vereint, die in den Eckpunkten noch eigenständig als Teil der damals geplanten Priorität „nachhaltige Stadtentwicklung“ geplant waren. Sie sind nach den Verhandlungen mit der Kommission nun unter einem Dach am Ziel Energieeffizienz ausgerichtet

Im Staatsministerium wird die Maßnahme „Energetische Sanierung bei nichtstaatlichen Museen“ gefördert.

EFRE im Ziel "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung" (IWB) im Förderzeitraum 2014-2020

Logo des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung

Bayern partizipiert im Förderzeitraum 2014-2020 am Ziel "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung (IWB)" mit rund 495 Mio. Euro an den Mitteln des EFRE. Die Federführung bei der Verwaltung dieser Mittel liegt beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie.

Im Rahmen dieses Programms fördert das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst als "zwischengeschaltete Stelle" Maßnahmen an Hochschulen und im Museumsbereich, zu denen der EFRE insgesamt ca. 70 Mio. Euro beiträgt.

Das Staatsministerium ist in an zwei Maßnahmengruppen des Operationellen Programms des EFRE im Ziel „IWB“ in der Förderperiode 2014-2020 beteiligt. Es handelt sich in der Prioritätsachse 1 (Stärkung von Forschung, technologischer Entwicklung und Innovation) um die Maßnahmengruppe 1.2. In diesem Bereich stehen Fördermittel von 59 Mio. EUR zur Verfügung. In der Prioritätsachse 5 (Nachhaltige Entwicklung funktionaler Räume) werden die Errichtung und der Ausbau von nichtstaatlichen Museen gefördert. Hierfür sind 11 Mio. EUR vorgesehen.

Allgemeine Informationen zum EFRE in Bayern

Förderaktivitäten/Aktionen 2014-2020 im Geschäftsbereich des StMBW

Maßnahmengruppe 1.2 - Technologietransfer „Hochschule-KMU“

Profil und Ziele

Mit der Förderung des Technologietransfers (Maßnahmengruppe 1.2) zwischen Hochschulen und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sollen die anwendungsorientierte Umsetzung von Forschungsergebnissen sowie die bessere Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft erreicht werden. Im Rahmen der Förderung sollen Projekte von Hochschulen unterstützt werden, um gemeinsam mit einer größeren Zahl ausgewählter KMU branchenspezifische Lösungen (Produkte, Dienstleistungen, Verfahren) zu entwickeln. Die Ergebnisse sollen öffentlich zugänglich gemacht werden. Im Gegensatz zu Großunternehmen fehlen KMU vielfach die Möglichkeiten, passende Kooperationspartner und Forschungseinrichtungen ausfindig zu machen oder eigenständig Innovationen im täglichen Geschäft zu generieren und umzusetzen. Durch die Verbesserung des Technologietransfers sollen ausgewählte Forschungsfelder von Hochschulen erschlossen und die Innovationsfähigkeit der Unternehmen im Umfeld dieser Einrichtungen gestärkt werden.

Die Förderung wirkt in strukturschwachen Gebieten.

Antrag auf Förderung:

Antragsberechtigt sind Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern, mit Ausnahme derjenigen in der Planungsregion 14 (Großraum München).

 

Ansprechpartner:

Projektauswahl, ressortfachliche Prüfung

Herr Schmuttermayer
Tel. 089/2186-2026
E-Mail: Manfred.Schmuttermayer@stmwk.bayern.de

 

 

Ansprechpartner bei den beteiligten Regierungen:

Bewilligung/Bearbeitung/Auszahlung/Mittelzuweisung/Verwaltungskontrollen/ Verwendungsnachweisprüfung

Regierung von Niederbayern
Herr Wolfgang Maier
Tel. 0871/808-1300
E-Mail: wolfgang.maier@reg-nb.bayern.de

Regierung der Oberpfalz
Frau Gudrun Weidmann
Telefon 0941/5680-1306
E-Mail: gudrun.weidmann@reg-opf.bayern.de 

Regierung von Schwaben
Frau Claudia Klein
Tel. 0821/327-2243
E-Mail: claudia.klein@reg-schw.bayern.de

Regierung von Oberfranken
Herr Jochen Uebelhoer
Tel. 0921/604-1545
E-Mail: jochen.uebelhoer@reg-ofr.bayern.de

Regierung von Mittelfranken
Herr Markus Wohlleben
Telefon 0981/53-1368
E-Mail: markus.wohlleben@reg-mfr.bayern.de

Regierung von Unterfranken
Frau Gisela Goetz
Tel. 0931/380-1225
E-Mail: gisela.goetz@reg-ufr.bayern.de

Regierung von Oberbayern
Herr Arno Vitallowitz
Tel. 089/2176-2787
E-Mail: arno.vitallowitz@reg-ob.bayern.de

 

Maßnahmengruppe 5.1 –Förderung nichtstaatlicher Museen

Profil und Ziele

Die Maßnahmengruppe 5.1 zielt darauf ab, die Attraktivität von Museen, denen das Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln der Kulturgüter als originäre Aufgabe obliegt, zu steigern und die Qualität der angebotenen Dienstleistungen zu verbessern.

Gefördert werden die Errichtung und der Ausbau von Museen. Es werden nachhaltige und vorbeugende Strategien für die Restaurierung und Konservierung von Kulturgut sowie der Wissenstransfer zwischen Forschung und Restaurierungspraxis unterstüzt. Die Unterbringung in historischen Bauten, das hohe Alter zahlreicher Museen, neue Präsentations- und Konservierungsstandards führen zu Handlungsbedarf, zum Beispiel im Hinblick auf die Ertüchtigung von Gebäuden und die Modernisierung von Präsentationstechnik. Damit kann auch ein wesentlicher Beitrag zur Stärkung der Wirtschaftskraft der Region durch Betonung kultureller Aktivitäten bewirkt werden. Ein wesentlicher Aspekt der Museumsförderung liegt auf der städtebaulichen Entwicklung.

Die Förderung wirkt in strukturschwachen Gebieten.

Als Empfänger der Fördermittel kommen kommunale Gebietskörperschaften und Vereine in Frage.

Antrag auf Förderung:

Die Maßnahmengruppe wird ausschließlich im Rahmen einer integrierten räumlichen Entwicklungsmaßnahme (IRE) gefördert. Die Konzepte werden in einem bottom-up-Prozess von interkommunalen Kooperationen, an denen mindestens eine Stadt beteiligt ist, erarbeitet. Das Bewerbungsverfahren ist abgeschlossen. Die Förderinitiative befindet sich derzeit in der Bewertungs- und Umsetzungsphase.

 

Ansprechpartner:

Herr Schmuttermayer
Tel. 089/2186-2026
E-Mail: Manfred.Schmuttermayer@stmwk.bayern.de

Herr Santl
Tel. 089/2186-2474
E-Mail: Robert.Santl@stmwk.bayern.de

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