Pressemitteilung Nr. 61 vom 21.07.2026 „Bayern zum Klingen gebracht und Geschichte als Dienst an der Demokratie verstanden“ – Blume ehrt Andreas Schwankhart und Prof. Dr. Andreas Wirsching mit PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM
Hohe Auszeichnung des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst für den Musiker und Kulturförderer Andreas Schwankhart sowie den Historiker und langjährigen Direktor des Instituts für Zeitgeschichte Prof. Dr. Andreas Wirsching
MÜNCHEN. Bayerns Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume hat die Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM an den Musiker und Kulturförderer Andreas Schwankhart sowie den Historiker Prof. Dr. Andreas Wirsching verliehen. „Mit Andreas Schwankhart und Prof. Dr. Andreas Wirsching ehren wir zwei Persönlichkeiten, die auf ganz unterschiedliche Weise Großes für Bayern leisten. Sie eint, dass sie Maßstäbe setzen – in ihrem beruflichen Wirken genauso wie in ihrem großartigen Engagement für die Gesellschaft: Andreas Schwankhart bringt unser Land zum Klingen, Prof. Dr. Andreas Wirsching hilft uns, unsere Geschichte zu verstehen und daraus Verantwortung für Gegenwart und Zukunft abzuleiten“, so Blume.
„Musikalischer Brückenbauer und Kultur-Tausendsassa“
An Andreas Schwankhart gerichtet betonte Minister Blume: „Sie sind ein Kultur-Tausendsassa, der seiner künstlerischen Heimat Andechs bis heute treu geblieben ist. Egal ob Horn, Klavier oder Orgel, egal ob Orff-Festspiele oder Nymphenburger Sommer: Sie sind Künstler, Kulturenthusiast und musikalischer Brückenbauer mit Leib und Seele. Und: Sie schaffen nicht nur Kunst, sondern ermöglichen und fördern sie auch. Seit 2010 verbinden Sie als Geschäftsführer der Freunde des Nationaltheaters Organisationstalent mit Ihrer Passion für die Kunst. Damit stehen sie beispielhaft für die Überzeugung, dass Kunst dann besonders stark ist, wenn Menschen Verantwortung übernehmen. Herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM.“
Bereits im Alter von 16 Jahren wirkte Andreas Schwankhart erstmals bei den Carl-Orff-Festspielen in Andechs mit. Im Jahr 2000 übernahm er die Leitung der Camerata Andechs, 2003 gründete er das Salonorchester der Camerata. Als Kapellmeister und Organist in St. Anna in München sowie als Mitbegründer des Nymphenburger Sommers prägt er das kulturelle Leben Münchens. Sein Engagement reicht mit kleinen Konzerten bis hin zu großen Festivals weit über die Landeshauptstadt hinaus und hat in ganz Bayern musikalische Spuren hinterlassen. Seit 2010 ist Schwankhart Geschäftsführer der Freunde des Nationaltheaters.
„Prägende Stimme seiner Zunft“
An Prof. Dr. Andreas Wirsching gerichtet betonte Minister Blume: „Sie sind eine der prägenden Stimmen Ihrer Zunft und Sie verstehen die Geschichtswissenschaft als Dienst an der Demokratie. Ihnen ging es nie um die Verwaltung der Vergangenheit – die Geschichtswissenschaft ist für Sie Schule demokratischer Urteilskraft. Ob in Debatten über die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie oder bei der Einordnung geschichtsklitternder Aussagen: Sie sprechen Klartext. Mit mehr als 250 Publikationen haben Sie die deutsche Zeitgeschichtsforschung bereichert und durch die Betreuung von mehr als 100 Promotionen eine ganze Historikergeneration geprägt. Auch im Ruhestand bleiben Sie der historischen Verantwortung verpflichtet. Ihr Engagement im Rahmen des Runden Tisches Historische Verantwortung für den Freistaat zeigt dies deutlich – dafür bin ich Ihnen auch persönlich sehr dankbar! Herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung – Sie haben sich als Wissenschaftler, Historiker und Institutsleiter große Verdienste um Wissenschaft und Demokratie in Bayern erworben.“
Nach seiner Promotion an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und seiner Habilitation in Regensburg führte der Weg von Prof. Dr. Andreas Wirsching über Tübingen und Augsburg an das Institut für Zeitgeschichte in München. Als Direktor hat Wirsching das Institut zu einem international renommierten Zentrum der Zeitgeschichtsforschung weiterentwickelt. Mit Einrichtungen wie dem Zentrum für Holocaust-Studien und dem Berliner Kolleg Kalter Krieg sowie großen Projekten wie der Edition von „Mein Kampf“ und der Neukonzeptionierung der Dokumentation Obersalzberg hat er dem Institut zusätzliche internationale Strahlkraft verliehen.
Die Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM
Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verleiht seit dem Jahr 2000 die Auszeichnung PRO MERITIS SCIENTIAE ET LITTERARUM an herausragende Persönlichkeiten für deren Verdienste um Wissenschaft und Kunst, seit 2008 in Form eines Bronze-Reliefs. Ziel der Ehrung ist es, Wissenschaft und Kunst als Einheit zu begreifen und ihre Bedeutung für Gesellschaft und Zukunft sichtbar zu machen. Pro Jahr werden nur bis zu acht Auszeichnungen vergeben.
Fotos von der Übergabe stehen zum kostenlosen Download zur Verfügung unter:
https://www.stmwk.bayern.de/ministerium/bilder.html
Philipp Spörlein, Stellv. Pressesprecher, 089 2186 2621