Pressemitteilung Nr. 45 vom 23.06.2026 „Größtes Uniklinika-Bauprogramm in der Geschichte des Freistaats“: Kabinett beschließt Neubauten für die Uniklinika in Augsburg, München und Würzburg
Wissenschaftsminister Markus Blume zur heutigen Ministerratssitzung: „ein Feiertag für Großhadern, Würzburg und Augsburg“ – Freistaat stärkt Hochschulmedizin mit rund 9 Milliarden Euro
MÜNCHEN. „Der heutige Tag ist ein Feiertag für Großhadern, Würzburg und Augsburg! Wir senden das Signal an alle Beschäftigten, alle Patienten und die medizinische Forschung: Bayern will Spitzenmedizin für alle, überall, auf höchstem Niveau. Wir gehen das größte Uniklinika-Bauprogramm in der Geschichte des Freistaats an“, kommentiert Wissenschaftsminister Markus Blume den heutigen Beschluss des bayerischen Ministerrats zu Neubaumaßnahmen für die Uniklinika in Augsburg, München-Großhadern und Würzburg. „Bei allen drei Maßnahmen handelt es sich um hochkomplexe Spezialbauten, die zusammen rund 9 Milliarden Euro an Investitionen des Freistaats erfordern werden. In der Realisierung werden wir verschiedene Wege des Bauens erproben“, erklärte Blume.
„Kein Land außer Bayern schafft es, drei Uniklinika-Neubauvorhaben gleichzeitig anzustoßen. Fest steht aber auch: Wir müssen Einspar- und Beschleunigungspotenziale heben – auch während der weiteren Bau- und Planungsphasen“, so Blume. Er dankte Ministerpräsident Dr. Markus Söder, seinen Kabinettskollegen und den Regierungsfraktionen für die Unterstützung bei dieser Mammutaufgabe.
Verschiedene Wege der Realisierung
Für das LMU-Klinikum in München-Großhadern hat das Kabinett heute den ersten Bauabschnitt mit 69.000 Quadratmeter Fläche für 600 Betten beschlossen. Dort soll u.a. das Herz-Lungen-Gefäßzentrum (HLG), ein Onkologisches Zentrum (ONKO) und ein Diagnostikum untergebracht werden. Die Baumaßnahme mit veranschlagten rund 2,2 Mrd. Euro soll durch einen Totalunternehmer realisiert werden – die Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bayerischen Landtags vorausgesetzt. Weitere Bauabschnitte sollen in den kommenden Jahrzehnten folgen.
Ebenfalls beschlossen wurde der Neubau für das Kopfklinikum (KKL) und des Zentrums Frauen-Mutter-Kind (ZFMK) am Uniklinikum Würzburg. Dort sollen auf einer Fläche von rund 30.000 Quadratmeter die HNO- und Augenklinik sowie die Klinik für Frauenheilkunde mit u.a. 274 Planbetten und elf stationären und vier ambulanten OP-Sälen untergebracht werden. Zum ersten Mal werden sogenannte KRITIS-Maßnahmen für Krisenfälle eingeplant. Das bedeutet, dass die Tiefgarage im Notfall für 100 unterirdische Behandlungsplätze mit 2 OP-Sälen und 40 Intensivplätzen umgerüstet werden kann. Die Baumaßnahme mit rund 1,7 Mrd. Euro soll über Einzelvergabe bzw. zusammengefasste Vergabepakete an Generalunternehmer erfolgen – die Zustimmung des Haushaltsausschusses des Bayerischen Landtags vorausgesetzt. Ein weiterer Bauabschnitt soll in den kommenden Jahrzehnten folgen.
Im März 2023 hatte das Bayerische Kabinett für Uniklinikum Augsburg einen Neubau anstelle einer Sanierung des Bestandsgebäudes als deutlich wirtschaftlichere und schnellere Maßnahme beschlossen. Heute hat das Kabinett in einem zweiten Schritt den Anstoß für die nächsten Schritte gegeben. In der nächsten Phase folgen der Architektenwettbewerb sowie eine vertiefte Planung. Vorgesehen ist eine Nutzfläche von rund 125.000 Quadratmetern. Die Baumaßnahme soll durch eine Vergabe über eine Projektgesellschaft im Rahmen eines PPP-/Joint Venture-Modells realisiert werden.
In den bayerischen Universitätsklinika werden an sechs Standorten mit über 9.000 Betten und 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jährlich rund 380.000 stationäre sowie 2,2 Mio. ambulante Patientinnen und Patienten behandelt. Zudem stehen 2.150 Medizinstudienplätze pro Jahr zur Verfügung. Die Uniklinika sind laut Blume „echte Leistungsträger in der medizinischen Versorgung, Forschung und Lehre.“
Kathrin Ann Gallitz, Pressesprecherin, 089 2186 1829