Pressemitteilung Nr. 40 vom 09.06.2026 Amélie Niermeyer wird neue Präsidentin der Bayerischen Theaterakademie August Everding – Blume: „Sie verbindet Haltung, künstlerische Exzellenz und den Mut zum Neuen“
Internationale Regisseurin, erfahrene Intendantin, leidenschaftliche Hochschulgestalterin: neue Leitung für einer der renommiertesten Ausbildungsstätten für Bühnenberufe im deutschsprachigen Raum – Blume: „Niermeyer vereint internationale Strahlkraft, Führungserfahrung und Leidenschaft für die nächste Künstlergeneration.“
MÜNCHEN. Die international renommierte Regisseurin und Universitätsprofessorin Amélie Niermeyer wird neue Präsidentin der Bayerischen Theaterakademie August Everding, gab der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Markus Blume heute in München bekannt. Mit ihren Arbeiten an bedeutenden Schauspiel- und Opernhäusern gehört Niermeyer zu den wichtigsten Stimmen des zeitgenössischen Theaters. Zum 1. Oktober 2026 übernimmt sie die Leitung der größten Ausbildungsstätte für Bühnenberufe im deutschsprachigen Raum.
Blume betonte bei der Vertragsunterzeichnung im Bayerischen Kunstministerium: „Amélie Niermeyer zählt zu den prägenden Theaterpersönlichkeiten unserer Zeit. Sie steht für ein Theater mit Haltung, für künstlerische Neugier und für die Kraft der Bühne, gesellschaftliche Debatten anzustoßen. Die Bayerische Theaterakademie gewinnt mit ihr eine Präsidentin mit internationaler Strahlkraft, großer Führungserfahrung und einem klaren Blick für die Künstlerinnen und Künstler von morgen.“
Internationale Theaterpersönlichkeit mit Führungserfahrung
Mit der Ernennung setzt Bayern ein starkes Zeichen für künstlerische Exzellenz und die Förderung des Nachwuchses. Als Regisseurin, Intendantin und Institutsleiterin verbindet Niermeyer internationale Theaterpraxis mit langjähriger Führungserfahrung. Sie leitete unter anderem das Theater Freiburg sowie das Düsseldorfer Schauspielhaus. Seit 2011 steht sie an der Spitze des Thomas Bernhard Instituts für Schauspiel, Regie und Applied Theatre der Universität Mozarteum Salzburg. Dort prägte sie das Institut mit neuen Studiengängen, internationalen Kooperationen und innovativen Ausbildungsformaten.
„Sie weiß, wie man Talente fördert, kreative Räume öffnet und Institutionen mit klarer Haltung führt. Amélie Niermeyer steht für einen zeitgemäßen Leitungsstil: international vernetzt, künstlerisch exzellent und zugleich mit einem feinen Gespür für gesellschaftliche Debatten“, so Blume.
Niermeyer arbeitete über Jahrzehnte an bedeutenden Schauspiel- und Opernhäusern. Besonders eng ist ihre Verbindung zum Bayerischen Staatsschauspiel, an dem sie mehr als zwanzig Jahre regelmäßig unter vier Intendanten inszenierte. Zu ihren künstlerischen Wirkungsstätten zählen zudem die Bayerische Staatsoper, die Wiener Staatsoper und das Staatstheater Stuttgart. Darüber hinaus engagiert sie sich in zahlreichen Jurys, Gremien und internationalen Theaternetzwerken.
Mit der Bayerischen Theaterakademie und dem Prinzregententheater ist Niermeyer seit vielen Jahren verbunden. Bereits als junge Regieassistentin am Bayerischen Staatsschauspiel lernte sie August Everding persönlich kennen. Früh führte sie ihre Arbeit auch an das Prinzregententheater: Ihre Inszenierung „Memmingen“ wurde Anfang der 1990er Jahre vom Marstall in das Prinzregententheater übernommen.
„Die Bayerische Theaterakademie August Everding ist ein einzigartiger Ort: Hier wird Theater nicht nur gelehrt, sondern gelebt. Hier treffen Talent, Experimentierfreude und höchste künstlerische Qualität aufeinander. Amélie Niermeyer bringt genau die Offenheit, künstlerische Neugier und Innovationskraft mit, um diesen besonderen Ort weiterzuentwickeln“, sagte Blume.
Theater als Ort der Freiheit und gesellschaftlichen Debatte
Niermeyer möchte die Theaterakademie künftig noch stärker international vernetzen, neue Formate zwischen Theater, Musik und digitalen Medien entwickeln und die Zusammenarbeit mit den Münchner Bühnen weiter vertiefen. Die Akademie solle ein Ort sein, „an dem mutig experimentiert wird und junge Künstlerinnen und Künstler lernen, sich mit ihrer Kunst einzumischen“, beschreibt sie ihre Vision für die Zukunft der Theaterausbildung.
Die Bayerische Theaterakademie August Everding wurde 1993 auf Initiative August Everdings gegründet und ist heute eine der renommiertesten Ausbildungsstätten für Bühnenberufe im deutschsprachigen Raum. Im Lehr- und Lerntheater des Münchner Prinzregententheaters studieren derzeit rund 175 Studierende in acht Studiengängen. Kooperationspartner sind die Hochschule für Musik und Theater München, die Ludwig-Maximilians-Universität München sowie die Akademie der Bildenden Künste München.
„Theater schafft Räume für Freiheit, Kreativität und gesellschaftliche Verständigung. Gerade in bewegten Zeiten braucht unsere Gesellschaft solche Orte mehr denn je. Die Theaterakademie August Everding steht genau dafür – und Amélie Niermeyer wird diesem besonderen Ort starke Impulse geben“, so Blume abschließend.
Christian Betz, Pressesprecher, 089 2186 2766