Pressemitteilung Nr. 20 vom 14.04.2026 Bayern stärkt Hochwasserschutz und Wasserinfrastruktur – neue Spitzenprofessur für Konstruktiven Wasserbau an der TH Nürnberg - Blume: „Wasser ist Lebensgrundlage und Sicherheitsfrage zugleich“

Dr. Holger Haufe seit 1. April 2026 an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm – Hightech Agenda Bayern fördert die Professur mit 3,5 Millionen Euro

MÜNCHEN. „Wasser ist Lebensgrundlage und Sicherheitsfrage zugleich. Gerade mit Blick auf den Klimawandel müssen wir unsere wasserbauliche Infrastruktur klug weiterentwickeln und widerstandsfähiger machen. Mit Dr. Holger Haufe gewinnen wir einen herausragenden Experten mit internationaler Erfahrung, der zu den prägenden Köpfen seines Fachgebiets zählt und Forschung und Praxis im konstruktiven Wasserbau auf höchstem Niveau verbindet – und damit einen zentralen Beitrag zur Sicherheit und Zukunftsfähigkeit unseres Landes leistet“, betonte Wissenschaftsminister Markus Blume.

Dr. Holger Haufe ist seit dem 1. April 2026 im Rahmen des Bayerischen Spitzenprofessurenprogramms der Hightech Agenda Bayern für das Lehrgebiet „Konstruktiver Wasserbau“ an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm berufen.  Der Freistaat fördert die Professur mit 3,5 Millionen Euro.

Infrastruktur sichern, Risiken beherrschbar machen

Dr. Holger Haufe steht für wissenschaftliche Tiefe und operative Verantwortung in komplexen Infrastrukturprojekten des Wasserbaus. Nach seinem Studium des Bauingenieurwesens mit Schwerpunkt konstruktiver Wasserbau an der Technischen Universität Dresden und in Großbritannien arbeitete er zunächst in der Ingenieurspraxis und in der Forschung, bevor er als Gesamtprojektleiter anspruchsvolle Vorhaben verantwortete.

Ob Talsperren, Hochwasserrückhaltebecken oder sicherheitsrelevante Anlagen: Haufe kennt die Systeme nicht nur aus der Theorie, sondern aus Planung, Bau und Betrieb. Seine Arbeit zielt darauf, kritische Infrastrukturen auch unter Extrembedingungen zuverlässig zu betreiben und weiterzuentwickeln.

Wasserbau im Klimawandel: Sicherheit neu denken

Haufes Forschung setzt dort an, wo die Herausforderungen konkret werden: steigende Hochwasserrisiken, längere Trockenphasen und wachsende Anforderungen an bestehende Infrastrukturen. Im Fokus stehen Planung, Instandhaltung und Sanierung zentraler Anlagen – von Talsperren über Schutzsysteme bis hin zu komplexen Wasserbauwerken.

Ziel ist es, bestehende Systeme robuster, flexibler und sicherer zu machen. Dazu entwickelt Haufe neue Ansätze in der hydraulischen Modellierung, der Überwachung und der Instandsetzung – auch unter laufendem Betrieb.

„So werden Forschungsergebnisse gezielt in die Anwendung überführt – für besseren Hochwasserschutz, eine sichere Wasserversorgung und den langfristigen Erhalt kritischer Infrastruktur. Unsere Wasserinfrastruktur ist ein Rückgrat für Sicherheit, Wohlstand und Lebensqualität. Klar ist: Wir müssen sie nicht nur erhalten, sondern gezielt weiterentwickeln. Mit der Spitzenprofessur bringen wir Forschung schneller in die Anwendung, stärken den Transfer in Wirtschaft und Verwaltung – und sichern Bayerns Handlungsfähigkeit im Umgang mit den Folgen des Klimawandels“, so Blume.

Stärkung des Standorts Nürnberg

Mit der neuen Spitzenprofessur baut die Technische Hochschule Nürnberg ihre Kompetenzen im Bereich Wasserbau und Wasserwirtschaft weiter aus. Am Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWWN) sowie im neuen Wasserbauforschungslabor im Ohm Innovation Center stehen dafür modernste Forschungsbedingungen zur Verfügung.

Die Berufung von Dr. Haufe stärkt insbesondere die Verbindung von Forschung, Lehre und Anwendung: Erkenntnisse aus der Wissenschaft sollen schneller in konkrete Projekte überführt und in Kooperation mit Wirtschaft und öffentlicher Hand umgesetzt werden.

Über das Bayerische Spitzenprofessurenprogramm

Mit dem Bayerischen Spitzenprofessurenprogramm stärkt der Freistaat im Rahmen der Hightech Agenda Bayern gezielt herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Kunsthochschulen. Ziel ist es, internationale Sichtbarkeit, innovative Forschungsfelder und den Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig auszubauen.

Nachfolgend der Link zum Video:
Das Bayerische Spitzenprofessurenprogramm: Dr. Holger Haufe

 

Christian Betz, Pressesprecher, 089 2186 2766

 

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