22. Januar 1998

Das Münchner Amerika Haus wird Bayerisch-Amerikanisches Zentrum

Das Amerika Haus in München wird künftig als Bayerisch-Amerikanisches Zentrum genutzt. Wie Kultusminister Zehetmair und Staatsminister Faltlhauser am Donnerstag vor der Presse erklärten, sei zu diesem Zweck ein Trägerverein gegründet worden, dem der Freistaat Bayern, die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Universität Erlangen-Nürnberg, der Verein der Freunde des Amerika Hauses, die Columbus-Gesellschaft, die Arbeitsgemeinschaft gemeinnütziger Jugendaustauschorganisationen, der Verein Partnerstadt-Komitee München-Cincinnati und die Bertelsmann Buch AG angehören. Damit, so Zehetmair, sei der erste Schritt zur Umsetzung des Konzepts für die Nachfolgenutzung des Amerika Hauses getan.

Dieses war nötig geworden, nachdem sich die Vereinigten Staaten aus der Trägerschaft zurückgezogen hatten. In der Folge entwickelte die Bayerische Staatsregierung mit Unterstützung des Amerikanischen Botschafters das Konzept eines Bayerisch-Amerikanischen Zentrums für das Amerika Haus. Im Laufe dieses Jahres sollen fünf Sektionen im Amerika Haus ihre Arbeit aufnehmen: Der "Austausch-Service Amerika", die "Kulturarbeit der Freunde des Amerika Hauses e.V.", die neu zu gründende "Bayerische Amerika-Akademie", die die interdisziplinäre wissenschaftliche Begegnung fördern soll, ein Teil des "Amerika-Instituts der Universität München" sowie "Deutsch-amerikanische Organisationen und Clubs". Gefördert wird das Bayerisch-Amerikanische Zentrum mit fast 900 000 Mark aus dem Haushalt des Kultusministeriums.

Zu den Gründungsmitgliedern des Trägervereins sollen noch die USA und die Landeshauptstadt München hinzukommen. Die USA können dem Verein allerdings erst nach endgültiger Klärung rechtlicher Fragen beitreten, im Falle der Landeshauptstadt bedarf es noch eines entsprechenden Stadtratsbeschlusses.

Kultusminister Zehetmair dankte den Vereinigten Staaten für die Arbeit, die in den vergangenen 40 Jahren im Amerika Haus geleistet wurde. Er hoffe, das Bayerisch-Amerikanische Zentrum werde den Austausch und die Begegnung mit Amerika anregen und unterstützen und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Amerika voranbringen. Staatsminister Faltlhauser wies darauf hin, dass auch weiterhin alle Bemühungen wichtig seien, die deutsch-amerikanische Freundschaft lebendig zu halten und weiter zu vertiefen. Dazu leiste das neue Bayerisch-Amerikanische Zentrum einen bedeutenden Beitrag.

 

Bayerisches Staatsministerium
für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst
Toni Schmid, Pressereferent