Wissenschaftsstaatssekret�r Rudolf Klinger pl�diert f�r Medienm�ndigkeit als Erziehungsziel
Medienerziehung in der Schule darf sich nicht auf die blo�e Handhabung der neuen Technologien beschr�nken. Wie Wissenschaftsstaatssekret�r Rudolf Klinger am Samstag in Bad Kissingen vor der Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern erkl�rte, werde der Einzug von Multimedia und Telekommunikation in der Schule begleitet sein von einer Medienerziehung, die m�glichen negativen Einfl�ssen entgegenwirkt und positive Einfl�sse st�rkt. Angesichts der Entwicklungsdynamik in der Medientechnik gelte es heute f�r die Schulen, mit den neuen technischen M�glichkeiten Schritt zu halten. Dazu geh�re die Qualifizierung der Lehrenden, die technische Ausstattung der Schulen und die Entwicklung p�dagogisch durchdachter Konzepte. Klinger betonte, da� die Schule nicht zuletzt auch den sinnvollen und verantwortungsvollen Umgang mit den Medien vermitteln m�sse. Schule habe nicht nur einen Bildungsauftrag, sondern auch einen Erziehungsauftrag. Sie m�sse deshalb auf Medienm�ndigkeit im weitesten Sinn abzielen. Angesichts der un�berschaubaren Informationsflut bed�rfe es der fach�bergreifenden Schulung des kreativ-kompetenten Umgangs der Jugendlichen mit den Medien. Sie sollen lernen, die Medien zu handhaben, Medieneinfl�sse zu erkennen, Medien auszuw�hlen, Medienaussagen zu verstehen und zu bewerten und letztlich Medien effektiv zu nutzen und zu gestalten. Zur Medienerziehung geh�re die Schulung des intellektuellen Urteilsniveaus genauso wie die Ein�bung und St�rkung moralischen und sozialen Verhaltens. Klinger: "Medienerziehung ist nicht wertfrei. Nicht die Technik, der Mensch mu� immer im Mittelpunkt stehen - auch in der Informationsgesellschaft."
Im Rahmen des Modellversuchs SEMIS untersuche man derzeit schulart�bergreifend die M�glichkeiten des Einsatzes von Multimedia. Weitere Pilotprojekte seien bereits geplant. Das technische R�ckgrat der neuen Medien an allen bayerischen Schulen solle der Netzzugang f�r Telekommunikation zum Ortstarif darstellen. Klinger begr��te in diesem Zusammenhang die Initiative des Bundesforschungsministeriums und der Telekom, die 59 Mio DM f�r den Anschlu� von Schulen an die Datenautobahnen bereitstellen wollen. Im Rahmen des Projektes "Schulinterne Netze" wolle das Kultusministerium pr�fen, inwieweit der direkte Zugriff auf die Datenfern�bertragung in verschiedenen R�umen einer Schule den Unterricht sp�rbar bereichern kann. Neben der Erprobung kommerzieller Multimedia-Anwendungen sollen auch eigene, an den Lehrpl�nen orientierte Anwendungen entwickelt werden, die lernpsychologische Aspekte st�rker ber�cksichtigen. Im Projekt "Multimedia-Schulbibliothek" wolle man elektronische Medien als Informationsquellen erproben. Die erforderlichen Mittel f�r diese und weitere Projekte sollen nach M�glichkeit noch in diesem Jahr bereitgestellt werden.