Workshops & Veranstaltungen

Grafik: Tobi Frank
Grafik: Tobi Frank

Für die Vernetzung und den Austausch mit Kulturschaffenden der Freien Kunst-Szene hat das Kunstministerium 2021 eine Workshop-Reihe eingerichtet. Die Veranstaltungen führt das Kunstministerium in Kooperation mit bayern kreativ. Das Bayerische Zentrum für Kunst- und Kreativwirtschaft, LEONARDO – Zentrum für Kreativität und Innovation und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste durch.

 

Hier finden Sie eine Übersicht über alle kommenden Workshops und Veranstaltungen.

Vergangene Veranstaltungen finden Sie weiter unten. Die Themen sind jeweils mit den YouTube-Filmen verlinkt, die wir auf Basis der einzelnen Veranstaltungen erstellt haben.

Workshops

02.12.2021, 10:00–12:30 Uhr | Kunst im Kollektiv

Im Rahmen der Veranstaltung „Kunst im Kollektiv“ möchten wir über die besonderen Potenziale und Herausforderungen von künstlerischer Zusammenarbeit sprechen. Im Gegensatz zu der Arbeit als Einzelkunstschaffende, stellen sich innerhalb der künstlerischen Praxis im Kollektiv Fragen nach Autorschaft, Organisation und Struktur, sowie geteilten Arbeits- und Entscheidungsprozessen. Was macht eine gemeinsame künstlerische Praxis aus? Welche Bedeutung kommt einer kollektiven Kreativität in Zeiten zunehmender Individualisierung zu und in wie weit ist diese Form der Entpersonalisierung Teil einer künstlerischen Strategie?

Mitglieder dreier Kunstkollektive (aus der Region) stellen ihre unterschiedlichen Ansätze des gemeinsamen Kunstschaffens vor, geben Einblick in ihre spezifischen Arbeitsweisen und erläutern, was das Wesen ihrer Zusammenarbeit ausmacht:

Die „DAF“ (Dynamische Akustische Forschung), die „Künstler:inneninitiative K Hybrid“ sowie das ELLE KOLLEKTIV. In interaktiv angelegten kleineren Gruppen werden im Anschluss zusammen mit den Teilnehmenden einzelne Themen intensiver diskutiert und bearbeitet.

Januar 2022 | Inklusion und Barrierefreiheit

Wie lässt sich barrierefrei feiern? Wie kommt man zu mehr Inklusion in kreativen Prozessen? Und wie können wir alle dazu beitragen Hindernisse bei Kulturveranstaltungen abzubauen?

Antworten auf diese Fragen und inhaltliche Impulse geben in diesem Workshop zu „Inklusion und Barrierefreiheit“ folgende Initiativen und Kompanien:

  • Die Inklusions-Kampagne POP FÜR ALLE, die sich für inklusive Kulturveranstaltungen einsetzt.
  • Die Performing Arts Company „Un-Label“, welche Performances mit Kunstschaffenden mit und ohne Behinderung erarbeitet und sich für die Vernetzung von international Agierenden in Kunst und Wissenschaft der inklusiven Kulturlandschaft einsetzt.
  • Die Initiativen Kultur Digital Barrierefrei und HandiClapped, die sich dafür einsetzen, Hindernisse bei Kulturveranstaltungen, besonders für Menschen mit Beeinträchtigung, abzubauen.

Alle Veranstaltungen finden bis auf Weiteres rein digital als Web-Seminar und Videokonferenz statt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung:

Workshops | Archiv

Von der Idee zum digitalen Geschäftsmodell – Einführung in das Business Modell Canvas

Speaker: Holger Simon

„Wie schärfe ich meine Idee zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell?“ Holger Simon entwickelte und analysierte mit den Teilnehmer*innen digitale Geschäftsmodelle. Im Verlauf der interaktiven Veranstaltung konnte die Teilnehmenden den Weg von der Idee zum Geschäftsmodell nachvollziehen, sie entwickelten die drei Hauptkomponenten eines Geschäftsmodells und erhielten eine Einführung ins Business Model Canvas.

Film auf YouTube: Von der Idee zum digitalen Geschäftsmodell | Holger Simon | StMWK Bayern

Wer, womit und wofür zahlt im Digitalen? – Digitale Geschäftsmodelle

Speaker: Holger Simon

„Wer ist mein digitaler Kunde? Wie verändern sich Geschäftsmodelle in der digitalen Welt?“ Holger Simon stellte im Web-Seminar verschiedene Typen digitaler Geschäftsmodelle vor, widmete sich zusammen mit den Teilnehmer*innen den Pains und Gains digitaler Kund*innen und entwickelte mit den Teilnehmenden digitale Geschäftsmodelle am Business Modell Canvas.

Film auf YouTube: Wer, womit und wofür zahlt im Digitalen? | Holger Simon | StMWK Bayern

Digitales Barcamp: "Utopie post Corona: Freie Kunst-Szene – ein Zukunftslabor"

 

Alle aktuellen Informationen zu Anmeldung und Ablauf
auf der Website Barcamp "Utopie post Corona"

Stellen wir uns vor: Ein uneingeschränkter Kunst- und Kulturbetrieb ist möglich. Wir können kopräsent im Team arbeiten, kreativ sein, feiern, reisen, Kunst produzieren und zusammen mit einem physisch real anwesenden Publikum anregende, poetische, partizipative und genussvolle Diskursräume schaffen. – Eine ferne Utopie?

Wie werden wir diese neue Zeit erleben? Wie werden wir auf die Zeit der Beschränkungen zurückschauen? Welche Spuren wird Corona in Kunst und Kultur hinterlassen? Welche Erkenntnisse über Medien, Strukturen, Räume, (kollaborative) Produktions- und Arbeitsprozesse wie auch Ästhetiken werden das künstlerische Arbeiten in der Post-Corona Ära prägen? Wie wird die neue Zukunft im „Danach“ aussehen?

Das digitale Barcamp bot der Freien Kunst-Szene eine Plattform für einen spartenübergreifenden Austausch, die den Blick über die aktuelle Situation des Lockdowns und konkrete Öffnungsdiskussionen der kommenden Monate hinaus auf Utopien, Fantasien, Visionen, Wünsche und Erwartungen zukünftiger kultureller wie künstlerischer Praxis lenkte. Was werden, können und müssen wir aus Corona-Zeiten mitnehmen, wo aber sollten wir uns nicht von dieser Zeit beeinflussen lassen, wenn wir nicht einfach wieder in den Zustand des „Davor“ zurückschalten können und wollen?

Wie es bei Barcamps so üblich ist, standen die Themen der Teilnehmer*innen im Vordergrund. Als Sessiongeber*in war es möglich allgemeine Zukunftsperspektiven, Fragestellungen oder individuellen Gesprächsbedarf auf die Agenda bringen – pro Session standen 45 Minuten zur Verfügung, in denen Gedanken entwickelt,  Aktivitäten präsentiert oder offene Fragen skizziert und erörtert werden konnten.

Film auf YouTube: Das war das Barcamp "Utopie post Corona" - 18.03.2021 | StMWK Bayern

Vom Wissen zum Handeln: Ökologisch und sozial nachhaltiges Arbeiten in Kunst und Kultur

Speakerin: Annett Baumast

Nicht erst seit Fridays und Artists for Future wollen Kunst- und Kulturschaffende ökologisch und sozial nachhaltiger Arbeiten, doch trotz des Wissens um die Dringlichkeit fehlten und fehlen oft konkrete Instrumente für die Umsetzung. Inzwischen sind viele Tools rund um das Thema Nachhaltigkeit entstanden, die auch von Kunst- und Kulturschaffenden genutzt werden können - ohne das Rad neu erfinden zu müssen. In diesem Web-Seminar zeigte Annett Baumast die Kernthemen nachhaltigen Handelns im Kulturbetrieb auf und präsentierte neben praktischen Beispielen eine Reihe verschiedener Instrumente, die dazu beitragen können, Kunst- und Kulturschaffen nachhaltiger zu gestalten.

Film auf YouTube: Ökologisch und sozial nachhaltiges Arbeiten in Kunst und Kultur | Annett Baumast | StMWK Bayern

Weltenwandler - Storytelling für Künstler*innen der Freien Szene

Speakerin: Astrid Kahmke

Freie Künstler*innen sind Schöpfer und Performer, aber meist auch gleichzeitig Veranstalter und Vermarkter ihrer Werke. Künstler*innen wandeln zwischen den Welten, als Botschafter vermitteln sie ihre Kunst direkt. Astrid Kahmke zeigt, wie Storytelling nicht nur Teil von Kunstwerken ist, sondern auch wichtiges Werkzeug, wenn es darum geht, das fragmentierte Publikum zu erreichen.

Film auf YouTube: Storytelling für Künstler:innen der Freien Kunst-Szene | Astrid Kahmke | StMWK Bayern

digitalANALOG kreativ sein

Speakerin: Anne Elisabeth Krüger

Im Rahmen des interaktiven Workshops gibt Anne Elisabeth Krüger Impulse, wie man im digitalen Raum kreative Teamarbeit möglich machen kann, die den ganzen (analogen) Menschen mit einbezieht und Freude bringt. Dabei werden sich die Teilnehmenden u.a. mit Aspekten aus dem Lego® Serious Play®  und dem Improvisationstheater auseinandersetzen, die sie ganz praktisch ausprobieren werden. Daneben bekommen die Teilnehmenden praktische Hinweise für die Durchführung von kreativen digitalANALOGEN Meetings an die Hand.

Film auf YouTube: digitalANALOG kreativ sein - Das Interview | Anne Elisabeth Krüger | StMWK Bayern - YouTube

Publikum zwischen digital und analog

Wer ist unser Publikum, was will es, wie erreichen wir es? Welche digital-analogen Erfahrungswelten sind möglich? Wir möchten in diesem Workshop das Publikum als hybrides Gefüge zwischen digital und analog in den Blick zu nehmen.

In diesem Workshop werden drei Impulse gegeben, die unterschiedliche Perspektiven auf das digital-analoge Publikum ermöglichen:

Clemens Seemann gibt einen Einblick in das Projekt „oper.digital“, das sich mit der Zukunft des digitalen Musiktheaters beschäftigt und dabei der Frage nachgeht, auf welchen Wegen das Publikum in Zukunft welchen Einfluss auf Programm und Werk haben kann. Wie kann digitales Mit-Gestalten möglich sein?

Wie wirkt sich der Gebrauch digitaler Medien auf unsere Wahrnehmung der Realität aus? Dieser Frage wurde im Projekt „Phantom Zone“ durch die Verbindung von digitaler Technik mit dem Medium Körper nachgegangen. Alexandra Rauh und Gunnar Seidel berichten von ihrer frei begehbaren, interaktiven Installation und Performance an der Schnittstelle zwischen Real und Virtuell, Analog und Digital.

Isabel Neuendorf stellt die Ergebnisse ihrer zusammen mit Louise Engel erstellten Studie „20 Gedanken aus dem Neuen Normal“ vor, die die Nutzung digitaler Kulturangebote systematisch untersucht.

 

Der Workshop fand statt am 20.10.2021.

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