Wissenschaftspolitik im Freistaat: Talente fördern und Neues ermöglichen

Beispielhaft für den Hochschulausbau in Bayern: Neubau auf dem Campus der Universität Bayreuth
Beispielhaft für den Hochschulausbau in Bayern: Neubau auf dem Campus der Universität Bayreuth

Welche Chancen bieten sich Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Bayern? Wie ist die Wissenschaftslandschaft gegliedert und welche Forschungseinrichtungen gibt es? Was sind die strategischen Ziele unserer Hochschul- und Forschungspolitik? Antworten auf diese Fragen und die wichtigsten Fakten und Zahlen zur bayerischen Wissenschaftspolitik finden Sie in der Broschüre "Wissenschaftsland Bayern. Wir gestalten Zukunft".

Hochschulen ausbauen

Die Hochschulen des Freistaats sind Zukunftswerkstätten, die junge Menschen hochqualifiziert ausbilden und an exzellente Forschung heranführen. Hierfür wollen wir bayernweit die besten Voraussetzungen schaffen.

Deshalb hat der Freistaat seine Hochschulen mit einer Milliardeninvestition auf den doppelten Abiturjahrgang des Jahres 2011 und auf die stark steigende Studiennachfrage vorbereitet. Nachdem auch in den kommenden Jahren mehr Studierende in Bayern ein Studium aufnehmen werden, wird das Ausbauprogramm weitergeführt. Insgesamt hat der Freistaat inzwischen über 50.000 zusätzliche Studienplätze geschaffen. Diesen personellen Ausbau ergänzt ein räumliches Ausbaukonzept. Insgesamt haben die Hochschulen bis 2016 zusätzliche Flächen in einer Größenordnung von rund 175.000 Quadratmetern zur Verfügung. Über die konkrete Umsetzung der Ausbauplanung vor Ort haben sich die Hochschulen und das Ministerium in eigenen Zielvereinbarungen verständigt.

Internationale Ausrichtung

Um die hohe Attraktivität Bayerns als Wissenschaftsstandort noch weiter zu stärken, hat die Staatsregierung ein umfassendes Internationalisierungsprogramm für die staatlichen Hochschulen aufgelegt, das Studierende, Wissenschaftler und Hochschulverwaltungen darin unterstützt, den Herausforderungen einer globalisierten Forschungs- und Arbeitswelt gerecht zu werden.

Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Die bayerischen Hochschulen fördern im Rahmen ihrer Möglichkeiten den wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchs mit spezifischen Programmen. Sie sind sich dabei ihrer großen Verantwortung insbesondere in der sensiblen Qualifizierungsphase bewusst: Sie müssen den jungen Nachwuchskräften einerseits ausreichend Zeit und die Sicherheit geben, die für eine wissenschaftliche oder künstlerische Karriere erforderlich sind. Andererseits tragen sie dafür Sorge, dass die begrenzt verfügbaren Qualifikationsstellen in angemessenem Rhythmus wieder frei werden und für die nächste Generation zur Verfügung stehen.

Auf Initiative des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst haben sich die Präsidentinnen und Präsidenten der staatlichen bayerischen Hochschulen im Frühjahr 2015 auf „Grundsätze zum Umgang mit Befristungen nach dem WissZeitVG und zur Förderung von Karriereperspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs“ verständigt, die landesweit anzuwendende, einheitliche und verlässliche Mindeststandards für den Umgang mit den arbeitsrechtlichen Sonderbefristungsregelungen nach dem WissZeitVG festlegen.

Partnerschaftliches Verhältnis zwischen Staat und Hochschulen

Seit Jahren praktizieren der Freistaat und die Hochschulen erfolgreich ein partnerschaftliches Verhältnis. Statt Ziele vorzugeben, formuliert das Ministerium sie gemeinsam mit den Hochschulen in Zielvereinbarungen auf der Grundlage des jeweils geltenden Innovationsbündnisses. Die einzelnen Hochschulen entscheiden dabei selbst, wie sie ihre Ziele am effektivsten erreichen. Der Staat hält sich in der Steuerung der Details zurück.

Vernetzung

Es braucht nicht nur eine Vernetzung über nationale Grenzen hinweg, sondern auch über institutionelle, um Bayern als erstklassigen Innovationsstandort weiter zu stärken. Ziel der bayerischen Forschungspolitik ist es, von einem Nebeneinander noch mehr zu einer vernetzten Forschung auf allen Ebenen zu kommen – auch um im internationalen Wettbewerb ganz vorne mithalten zu können. Die bayerischen Erfolge in der Exzellenzinitiative liegen nicht zuletzt in der fächer- und institutionenübergreifenden Kooperation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler begründet und sollen in der Exzellenzstrategie fortgeführt werden.

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