Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) Schlüsselübergabe im Himbeerpalast

Die Vertreter der Siemens AG, Wissenschaftsministerin Kiechle, Innenminister Herrmann, FAU-Präsident Hornegger und Oberbürgermeister Janik vor dem Himbeerpalast
Die Vertreter der Siemens AG, Wissenschaftsministerin Kiechle, Innenminister Herrmann, FAU-Präsident Hornegger und Oberbürgermeister Janik vor dem Himbeerpalast

Der Sitz der Siemens-Hauptverwaltung in Erlangen wird ab 2024 zum Geisteswissenschaftlichen Zentrum der FAU. Bei einem Festakt übergab Siemens die Schlüssel symbolisch an Wissenschaftsministerin Kiechle, Innenminister Hermann und den FAU-Präsidenten.

Himbeerpalast – unter diesem Spitznamen wurde der langjährige Sitz der Siemens-Hauptverwaltung in Erlangen seit seiner Eröffnung 1953 bekannt. Nun zieht Siemens auf einen neuen Campus im Süden Erlangens um und der Freistaat Bayern hat den Himbeerpalast für eine Nutzung durch die Friedrich-Alexander-Universität erworben. Ab 2024 werden die Philosophische Fakultät und der Fachbereich Theologie der FAU das Gebäude nutzen und dort ein neues Geisteswissenschaftliches Zentrum schaffen. Beim großen Festakt im Himbeerpalast am 13. September haben der Freistaat und Siemens darüber hinaus die Absicht erklärt, dass Teile der Technischen Fakultät der FAU auf den neuen Siemens Campus ziehen sollen.

Wissenschaftsministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle bei ihrer Rede
Wissenschaftsministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle bei ihrer Rede

„Durch den Ankauf des Himbeerpalasts werden die Studien- und Forschungsbedingungen wie auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der Universität signifikant verbessert. Die Investitionen des Freistaats ermöglichen es der Universität Erlangen-Nürnberg, auch in Zukunft Spitzenforschung zu betreiben und sich erfolgreich dem internationalen Wettbewerb zu stellen. Damit stärken wir den Wissenschaftsstandort Erlangen nachhaltig, so dass er auch weiterhin für wirtschaftliche Prosperität und Wohlstand sorgen kann“, sagte Wissenschaftsministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle bei der Schlüsselübergabe im Rahmen des Festakts.

Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands von Siemens, ergänzte: „Schon immer bestand in Erlangen eine enge und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Siemens und der Wissenschaft. Und das wird auch in Zukunft so bleiben. Denn mit dem Siemens Campus bekräftigen wir unser Bekenntnis zum Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Erlangen.“

Der Himbeerpalast wird ab 2020 nicht mehr von Siemens genutzt, da das Unternehmen in Zukunft viele seiner Aktivitäten in Erlangen auf dem gerade im Bau befindlichen neuen Siemens Campus zusammenführen wird. Bis zu seiner für 2030 geplanten Fertigstellung könnten auch Teile der Technischen Fakultät der FAU auf den Campus ziehen. Diese Absicht erklärten der Freistaat und Siemens ebenfalls während des Festakts und unterzeichneten eine entsprechende Rahmenvereinbarung.

„Das neue Geisteswissenschaftliche Zentrum und die räumlichen Möglichkeiten, die uns der Siemens Campus bietet, werden die Innovationsführerschaft der FAU zum Wohle der Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ausbauen und ihre Strahlkraft erhöhen. Dafür danken wir allen Beteiligten“, sagte Prof. Dr. Joachim Hornegger, Präsident der FAU.

„Das neue Geisteswissenschaftliche Zentrum der Philosophischen Fakultät im Himbeerpalast und die Erweiterung der Technischen Fakultät auf dem Siemens Campus sind großartige Meilensteine mit wichtigen Entwicklungsimpulsen für den Wissenschaftsstandort. Erlangen, Forschung auf Weltklasseniveau und das High-Tech-Unternehmen Siemens gehören untrennbar zusammen“, sagte Innenminister Joachim Herrmann, der bereits beim Architekturwettbewerb zum Siemens Campus zur Jury gehörte.

„Heute ist ein wichtiger Tag für Erlangen. Mit dem Himbeerpalast entsteht in den kommenden Jahren eine Achse der Wissenschaft, die in die ganze Innenstadt ausstrahlen wird. Im Süden ermöglichen wir mit der Ansiedelung auf dem Siemens Campus die weitere Entwicklung der Technischen Fakultät. Wir wollen die Chancen nutzen, die die direkte Nachbarschaft von Wirtschaft und Wissenschaft für den Standort Erlangen bietet“, sagte Dr. Florian Janik, Oberbürgermeister von Erlangen.

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