26. August 1997

1,4 Mio für bayerische Hochschulen aus dem "Fonds Hochschule International"

1,4 Millionen Mark erhalten die bayerischen Hochschulen in diesem Jahr aus dem "Fonds Hochschule International" zusätzlich zu den normalen Haushaltsmitteln. Wie Kultusminister Hans Zehetmair am Dienstag in München erklärte, soll damit der internationale Austausch von Studenten verbessert werden. Mit den nunmehr zugewiesenen Mitteln können das bestehende Stipendiensystem für ausländische Studenten ausgebaut und Anreize für eine stärkere internationale Mobilität bayerischer Studenten geschaffen werden. Die Stipendien werden über die jeweilige Hochschule vergeben und ausbezahlt.

Ein Jahresstipendium für ausländische Studenten beträgt bis zu 9.500 DM. Es können jedoch auch einmalige Studienbeihilfen bewilligt werden. Insgesamt stehen 450.000 DM zur Verfügung, davon 200.000 DM für ausländische Studierende an bayerischen Fachhochschulen. Besonderes Anliegen ist die Förderung von Studenten aus der Wachstumsregion des asiatisch-pazifischen Raumes und aus Südamerika.

300.000 DM stehen für Auslandsaufenthalte von Studierenden bayerischer Hochschulen zur Verfügung: Sie können als Zuschüsse (Teilstipendien) für die Durchführung eines Studienaufenthaltes oder zur Ableistung von Praktika im Ausland vergeben werden. Die Leistungen sollen die im Ausland anfallenden höheren Lebenshaltungskosten abdecken und orientieren sich der Höhe nach an den Auslandszuschlägen nach dem BAFöG. Daneben kann ein Zuschuß für unabweisbar notwendige Aufwendungen für eine Hin- und Rückreise zum Ausbildungsort bewilligt werden.

Die Zusammenarbeit zwischen der Universität München und der Harvard University wird mit 300.000 DM unterstützt. Für die Errichtung eines bayerisch-französischen Zentrums an der Universität München und der TU München stehen 300.000 DM zur Verfügung. 50.000 DM fließen in ein Austauschprogramm für Studenten und Professoren bayerischer und brasilianischer Universitäten.

Der "Fonds Hochschule International" ist Teil der "Offensive Zukunft Bayern II" und wurde aus Mitteln der Privatisierungserlöse gegründet.

 

Bayerisches Staatsministerium
für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst
Toni Schmid, Pressereferent